Seit der Ankunft weißer Siedler in Australien gibt es eine deutschsprachige Kirchengemeinde in Melbourne. Die Lutherische Dreifaltigkeitskirche wurde 1854 gebaut. Seitdem ist die Kirche Anlaufstelle für neue Einwanderer und Alteingesessene, die ihre Wurzeln nicht vergessen haben. Ich habe mich am Samstag mal in der Kirche umgeschaut, und festgestellt, dass sie keinesfalls in die Jahre gekommen ist.
]]>Am ersten Märzsonntag 2007 fand australienweit der jährliche Aktionstag “Clean Up Australia” statt. Mehr als eine Million Freiwillige beteiligten sich an der Initiative. Sie sammelten Müll an über 7000 registrierten Orten und machten somit auf das Thema Umweltschutz in der Öffentlichkeit aufmerksam. Vielen Australiern ist dennoch nicht bewusst, wie sie den Abfall eigentlich vermeiden könnten…
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Seit nun schon 18 Jahren macht die Kampagne „Clean Up Australia“ auf die Umweltprobleme der Australischen Gesellschaft aufmerksam. Im Vordergrund der Aktion stand von Anfang an die Frage: „Was kann ich persönlich, also als Individuum, für eine saubere Umwelt tun? Und: Wie kann ich Leute in meiner Umgebung dazu motivieren, dasselbe zu tun?“
Die Kampagne wurde 1989 von IAN KIERNAN ins Leben gerufen. Damals beteiligten sich knapp 30 Tausend Menschen an der ersten Aufräumaktion, am Hafen von Sydney. Aufgrund der hohen Beteiligung der Bevölkerung wurde die Kampagne schon ein Jahr später im ganzen Land durchgeführt. 300 Tausend Menschen nahmen am ersten Australienweiten „Clean Up Australia Day“ teil. Und: sie machten das Thema Umweltschutz der breiten Öffentlichkeit zugänglich.
Innerhalb der letzten 18 Jahre haben insgesamt sieben Millionen Australier an den Aktionstagen teilgenommen. Mit vereinten Kräften beseitigten sie im Laufe der Zeit 165 Tausend Tonnen Unrat, der sonst die Landschaft verschmutzt hätte. Den größten Teilnehmerzuwachs verzeichnete der “Clean Up Australia Day” in diesem Jahr: Von 700 Tausend Teilnehmern in 2006 auf 1 Million Freiwillige am letzten Sonntag.
Der Schwerpunkt des diesjährigen Aktionstages lag auf der Verringerung des CO2-Ausstosses. Aber auch die Beseitigung von Müll stand wieder auf dem Programm: am Strand, in den Bergen sowie den Wäldern und Flüssen Australiens. Insgesamt sammelten die Teilnehmer am 4. März über 8000 Tonnen Müll. Eine beachtliche Zahl. Dennoch besteht noch viel Verbesserungsbedarf.
„Clean up Australia“-Gründer KIERNAN zeigte sich vor allem darüber enttäuscht, dass ein Großteil des eingesammelten Mülls wieder verwertbar gewesen wäre. Vor allem Plastikflaschen und Dosen werden häufig nicht recycled, sondern einfach in die Natur geworfen.
Neben der “Clean up Australia”-Kampagne wurden im Laufe der Jahre zahlreiche andere Aktionen initiiert. Darunter zum Beispiel der „Clean up schools day“. Dieser Tag soll vor allem Schülern deutlich machen, wie sie Umweltschäden vermeiden können.
Wichtig ist aber auch der „Business clean up day“. Dieser fand ebenfalls in der vergangenen Woche statt. Schwerpunktthema war die Vermeidung von Elektroschrott. Wohin also mit ausgedienten Computern, Mobiltelefonen und Druckerpatronen? KIERNAN sagte dazu.
Es wird also Einiges getan, um die Australische Öffentlichkeit aufzurütteln.
Bleibt zu hoffen, dass Aktionen wie der „Clean up Australia Day“ in Zukunft noch mehr Menschen erreicht, und damit deutlich macht: Nur wenn alle mitmachen, können wir unsere Umwelt auf Dauer sauber halten. An jedem Tag.
Seit fast drei Wochen bin ich nun schon in Victorias Hauptstadt, Melbourne, im südosten Australiens. Die Stadt gefällt mir sehr gut- auch wenn ich nur wenig Zeit habe, sie kennenzulernen. Trotz allem habe ich es endlich geschafft, ein paar neue Fotos auf den Blog zu stellen. Hier gehts zur Melbourne-Fotogallerie.
Außerdem habe ich vergangene Woche eine Reportage für SBS gemacht. Ich bin auf die Aussichtsplattform des Rialto-Towers gefahren und habe in 253 Metern Höhe ein paar Locals und Touristen interviewt. Alles ohne Skript! Hier clicken, um die Reportage als MP3 anzuhören.
Auch sonst läuft beim Praktikum alles sehr gut. Ich bekomme viel Lob für meine Arbeit und mir wurde sogar angeboten, noch ein paar Wochen länger zu bleiben. Da meine Uni aber schon am 2. April losgeht, ist das leider nicht möglich. Ich genieße also noch meine letzten zwei Wochen hier- und dann gehts ab nach Deutschland.
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