Projektidee


Projekt: Peru 2008 kommt in die Gänge

Im Februar 2008 wird eine Gruppe Leipziger Studentinnen und Studenten nach Peru reisen. Hauptziel der Exkursion soll es sein, Land und Leute kennen zu lernen und die persönlichen Erlebnisse der Reise schriftlich festzuhalten. Auf dem Programm stehen unter anderem: Alternative Stadtrundfahrten durch Lima, die von Deutschen gegründete Kaffeefarm ‚La Mosela‘ und die verseuchteste Stadt Südamerikas, La Oroya.

Perus touristisches Highlight: Machu Picchu

Erleben & Dokumentieren

Das Projekt: Peru 2008 soll keine reine Tourismus-Tour werden. Der Aspekt des Erlebens und Dokumentierens steht im Vordergrund. Das heißt: jede/r Teilnehmer/in erstellt mindestens zwei Artikel, in denen Erlebnisse der Reise thematisiert werden.

Leute mit wenig journalistischer Erfahrung können ihre privaten Eindrücke in den Vordergrund stellen. Zum Beispiel: wie schmeckt gegrilltes Meerschweinchen, welche Eindrücke habe ich von der Stadtrundfahrt durch Lima oder wie fühlt es sich an, über einen 4.700-Meter hohen Bergpass zu fahren?

Aber natürlich gibt es auch journalistisch anspruchsvolle Themen: wie überlebt man in den Slumgebieten von Lima, mit welchen Problemen haben die Ärzte des Hospital del Niño zu kämpfen, wie lebt es sich in La Oroya, einem der verseuchtesten Orte der Welt? Themen, über die man schreiben kann, gibt es genug.

Die Route

Projekte in Lima

Die Kinder des Westfalia Kinderdorfs beim Spielen

Innerhalb der dreiwöchigen Rundreise stehen vier Projekttage an: zum Beispiel der Besuch des Westfalia Kinderdorfs in Cieneguilla, einem Vorort von Lima. Das Kinderdorf ist ein soziales Projekt, was überwiegend von deutschen Spendern und durch Patenschaften finanziert wird. Hier leben circa 80 Waisen- und Straßenkinder. Jeweils zehn Kinder wohnen zusammen mit einem Pflegeelternpaar in kleinen Bungalows, in denen gekocht, gelernt und geschlafen wird. Die Kinder, die auf der Straße meist kaum Überlebenschancen hätten, werden im Kinderdorf ihren Talenten entsprechend gefördert: So gibt es eine Bäckerei, eine Gärtnerei, eine Schusterei und einige andere handwerkliche Betriebe, in denen die Kinder ausgebildet werden. Zusätzlich zahlt das Kinderdorf den besonders Begabten den Zugang zu Privatschulen.

Ein Slumgebiet in Lima (Villa El Salvador)

Neben dem Kinderdorf haben die Teilnehmer die Möglichkeit, das ökologische Projekt „Ecosilo-ALKE“ in Pamplona Alta, einem Armenviertel Limas, zu begutachten. Zur Begrünung und Aufforstung von Armenvierteln entwickelte der deutsche Agraringenieur Alois Kennerknecht das System „Ecosilo-ALKE“. Es sieht vor, dass die Bewohner eines Armenviertels ihre Bioabfälle in dafür vorgesehenen Ökosilos sammeln, in denen nach circa sechs Monaten Bäume gepflanzt werden. Dadurch werden karge Wüstenwege begrünt und die Menschen für ökologische Belange sensibilisiert. In einem geschützten Rahmen haben die Teilnehmer somit die Gelegenheit, das Leben der armen Bevölkerungsteile mit eigenen Augen zu sehen und sich mit den Menschen vor Ort auszutauschen.

Ziele im Landesinneren
Auf dem Weg in die Andenstadt Tarma werden die Teilnehmer Gelegenheit haben, in der Minenstadt La Oroya zu stoppen. Der Ort zählt laut dem Blacksmith Institute New York zu den zehn am schlimmsten kontaminierten Orten der Welt. Nahezu jedes Kind in der Stadt und Umgebung hat zu viel Blei im Blut; die WHO-Grenzwerte werden um ein Vielfaches überschritten. In den Minen der Stadt werden Kupfer, Blei und Schwefel abgebaut und die (niedrigen) nationalen Umwelt- und Sicherheitsstandarts werden häufig missachtet, auch von internationalen Firmen aus den USA, Kanada und Japan.

Kaffeefarm im Hochurwald: La Mosela

Doch nicht nur mit unerfreulichen Themen müssen sich die Teilnehmer beschäftigen. Zum Abschluss der Reise steht die Kaffefarm „La Mosela“ (dt. „Die Mosel“) auf dem Programm. Ende des 19. Jahrhunderts wanderten viele Deutsche nach Peru aus, so auch die Gründer von „La Mosela“. Die deutschen Einwanderer kultivierten bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts Kaffee und verschifften diesen nach Europa. Sie führten ein Sozialversicherungssystem ein und bauten Schulen und Straßen im Urwald. Das Imperium ist mittlerweile zerschlagen, die Kaffeefarm von knapp 400 Hektar auf 20 Hektar geschrumpft. Dennoch bewirtschaftet der Deutschperuaner Carlos Jordan die Farm in vierter Generation. Und noch heute kann man auf dem Dachboden der Farm die Sozialversicherungskarten vergangener Tage finden.

Nach dem etwa drei Wochen dauernden Projekt werden die Teilnehmer noch die Gelegenheit haben, auf eigene Faust weiter durch Südamerika zu reisen.

Comments

9 Responses to “Projektidee”

  1. yannick on 22. August 2007 20:27

    Kommentieren kann so easy sein! Einfach Name und Emailadresse eingeben und los gehts. Und ich meine es ernst: dies ist UNSER Projekt. Also sagt bitte, was ihr davon haltet!

  2. Marten on 22. August 2007 21:28

    Shiat…!
    Werde in der Zeit in Barcelona weilen. Und die Spanier sind bekannt für kurze Semesterferien. Schade…ich erinnnere mich noch, wie wir vor Semestern mal in der Mensa von so einer Reise gesprochen haben… :-)

  3. yannick on 22. August 2007 23:17

    Tja, vielleicht wirds ja im nächsten Jahr noch ein „Projekt: Peru2009“ geben, spätestens dann unterhalten wir uns nochmal…
    Aber jetzt müssen wir uns erstmal auf Peru2008 konzentrieren. Also her mit den Vorschlägen!

  4. Svan Gunnar on 27. August 2007 14:29

    Hey Yannick, bin leider in meine Ausbildung eingebunden und so lange Ferien hab ich im Ganzen Jahr nicht :(
    Aber ich finde dein Projekt toll und wenn ich koennte wuerde ich mit machen!!! Wuensche dir Viel Erfolg !!!
    Interresant Waere zu wissen wir der Normale Peruaner sein Leben Meistert was fuer Traeume/Wuensche er hat und wie Er sein Land Sieht und was er glaubt warum Peru sein Wirschftliches Potenzial nicht weiter ausnutzt (diese Frage waere fur einen BWLer)den Satz hinter Fragen: „Ein Peruaner sitzt auf einer golden Bank und bettelt“
    was sind die Hintergruende Kulturell/Geschichtlich etc..

    also hoffe das Projekt wird ein Voller Erfolg!!!!!!

  5. kelten on 28. August 2007 15:16

    joar…mit was fuer risiken is zu rechnen? was is, wenn irgendwas grob nich nach plan laeuft?
    was fuer impfungen etc. sind erforderlich un wie lang muss man die im vorraus bekommen un was kostet das?…waeren so fragen, die mir spontan einfallen…evtl sowas wie ein verhaltenskodex oder so?? =)

  6. yannick on 28. August 2007 15:32

    Zum Thema Reiserisiken, Impfungen, Visaangelegenheiten, usw. kann ich folgende Seite empfehlen: http://www.aventoura.de/html/latina/reiseinfo_peru.asp

    (Auf dieser Seite könnt ihr übrigens auch mal sehen, was eine vergleichbare organisierte Reise mit einem kommerziellen Anbieter kosten würde…)

    Wenn genau feststeht, wer alles mitfährt, kann man sicherlich auch gemeinsam einen Verhaltenskodex entwerfen.

  7. Anne Buntemann on 30. August 2007 12:17

    Hey…wenn nichts schief läuft sind wir (Anne und Tom) auf jeden Fall dabei. Liegt jetzt nur noch an meinen Prüfungen. Wegen der Flüge noch mal ne kurze Frage; vielleicht kommen wir ja billiger hin wenn wir über Spanien oder Portugal fliegen. Ach und vielleicht mal Tom e-Mail: vomtomtom@yahoo.com
    Alles klar, dann bis bald

  8. Thomas Seifert on 31. August 2007 14:27

    so Ihr Guten, nun funktionieren die lieben Links ja gar nicht mehr, volle Sauerei…

    …aber schaut einfach unter: http://www.airline-direct.de/

    da kommt Ihr nach n bisl Eingeben auf ebenjene Angebote…

  9. Chrischan on 23. Dezember 2007 20:18

    ich fahr auch mit!
    spitze! ich freuh mich. wird ne schöne zeit!

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